Gemüse stellt sich vor: Rosenkohl

Über den Rosenkohl:

Rosenkohl ist wie alle Kohlarten ein Kreuzblütler. Und als Rarität kann man ihn nicht gerade bezeichnen. Schon seit dem 15 Jahrhundert ist er in Europa bekannt und als Wintergemüse weit verbreitet. Er enthält viele Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe und früher auch die gesunden Bitterstoffe die ihm lange den typischen Geschmack gaben. Da er aber keine besonders ertragreiche Kultur war und Bitterstoffe sich schlecht verkaufen, wurde viel ausprobiert und gezüchtet in den letzten Jahren. Mittlerweile finden wir im gewerbsmässigen Anbau meist nur noch F1 Hybriden und Sorten mit grossem Ertrag und wenig Bitterstoffen.

Dies ist auch der Grund weshalb wir nicht den ganzen Winter über Rosenkohl im Angebot haben. Dafür findet ihr bei uns auch noch die alten „bitteren“ Sorten.

Anbautips:

Der Rosenkohl ist ein winterharter Starkzehrer und benötigt einen sehr guten Boden. Ansonsten ist die Kultur nicht sehr anspruchsvoll, aber es gibt ein paar Tipps, die zu einem besseren Ertrag führen können.

  1. Ab ende September bis ende Oktober kann man das Pflanzenwachstum stoppen, indem man den Kopf der Pflanze herausbricht. Dadurch konzentriert sie sich auf die Bildung der Knospen und wächst nicht mehr weiter in die Höhe.
  2. Alte Blätter im unteren Bereich der Pflanze verfärben sich sehr schnell. Diese können einfach abgebrochen und liegen gelassen werden. Dadurch wird der Boden schön gedeckt und die Pflanze muss keine Energie mehr für diese Blätter aufwenden.

Und ebenfalls gut zu wissen ist, dass der Rosenkohl eine Abwehrsystem gegen den Kohlweisling entwickelt hat. Sobald auf den Blätter der Pflanze die Eier des Schädlings vorhanden sind, stösst sie einen Duftstoff aus, der die Schlupfwespe anlockt. Diese ist der natürliche Feind des Kohlweisling. Geschickte Gärtner nutzen diese Eigenschaft auch umandere Kohlsorten mit Hilfe des Rosenkohls zu schützen.

Wie verwendet man den Rosenkohl:

Frisch geerntet heisst es erstmals rüsten. Der Aufwand ist nicht zu unterschätzen, lohnt sich aber. Besonders als Salat ist der frisch geerntete Rosenkohl klar im Vorteil gegenüber dem im Handel. Er eignet sich auch super zum einfrieren und lässt sich auf viele Arten in der warmen Küche zubereiten.

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