Über den Feder- und den Palmkohl:
In den ersten Monaten des Jahres macht vor allem der Palmkohl, aber auch sein Verwanter der Federkohl, seinem Namen alle Ehre. Die untersten Blätter sind dann bereits geerntet und mit ihren Kronen stehen sie stolz da, wie Palmen im Schnee.
In Europa ist der Federkohl, unteranderem auch Grünkohl genannt, eine der ältesten Kohlarten. Nur in der Schweiz hat er, ausser im Raume Basel, lange nie Fuss gefasst. Mittlerweile findet er sich aber auch hierzulande an jedem Märt und teilweise auch im Handel.
Der Palmkohl, die etwas mildere Form, ist nicht ganz so alt und stammt aus Italien.
Das der Frost den Federkohl zarter macht und man ihn dazu auch in die Gefriertruhe geben kann, ist eine weitverbreitete Meinung. Wahr ist es nicht ganz, denn die kalten Temperaturen führen auch ohne Frost zu einer vermehrten Anreicherung von Traubenzucker. Dadurch wird er weniger bitter und schmeckt zarter. Allerdings geschieht dieser Prozess nur bei der lebenden Pflanze und somit lässt es sich nicht im Tiefkühler simulieren.
Anbautips:
Federkohl gibt es in vielen Formen und Farben und alle sollten sie zwischen Juni bis spätestens mitte Juli gesät werden.
Er mag es wenn der Boden gut vorbereitet wurde und genügend Nährstoffe enthält. Vom ersten Tag an bis ca. ende Oktober decke ich ihn mit einem Kulturschutznetz zu, um Schädlinge fernzuhalten.
Geerntet wird sobald sie eine stattliche Grösse erreicht haben, immer die untersten Blätter zuerst.
Wie verwendet man den Federkohl:
Er ist ein Alleskönner. Ob als Chips aus dem Backofen, als Pesto, im Auflauf oder in der Sauce. Er passt überall und geht auch alleine als gedünstetes Federkohlgemüse super.



