Monatlicher Rückblick Mai 2023

Es ging ganz schnell. Noch war es ständig nass, die Böden feucht, die Temperaturen angenehm und das Gemüse wuchs. Zumindest alles was den Schnecken entkam. Und dann hörte der Regen auf, es wurde wärmer und nach ein zwei Wochen war es bereits trocken. Zwar vermochten die Böden in einer gewissen Tiefe noch einiges an Wasser zu speichern, doch die Oberfläche vertrocknete zusehens. Sie wurde riesig und steinhart. Ein sauberes Saatbeet von Hand hinzukriegen was schon fast unmöglich.

Und wie konnte es anders sein. Regen war keiner mehr in Sicht. Es sollte auch noch bis mitte Juni dauern, bis endlich wieder Wasser von oben kam.

Apropos Wasser von oben. Die Trockenheit ist mittlerweile Standart und giessen ein schwieriges Thema. Wieviel, wann und wo muss genau bedacht werden. Und es gibt kein Allgemeinrezept. So versuche ich so oft wie möglich mit Regenwasser jedes Setzling einzeln zu versorgen. So kann ich viel Wasser punktuell verteilen und giesse kein Beikraut. Wenn die Böden aber so austrocknen wie jetzt, macht ein Regner mehr Sinn. 

Und auch dann heisst es jedesmal so viel Wasser wie möglich zu verteilen und so selten wie es nur geht. Das Wasser soll tief einsickern und die Pflanzen zu tiefen Wurzeln animieren. Oberflächliche Wurzeln sind ständig der Trockenheit ausgesetzt und führen zu kranken und schwachen Pflanzen. 

Bisher hat es ganz gut geklappt mit dem Bewaässern. Ich durfte bereits mit der Ernte der Erbsen anfangen. Es gab Mizuna, Lattich, Sparelsalat, Bundrüebli und Favebohnen zu ernten. Tomaten, Tomatillos und die Chillis wurden verpflanzt. Nach und nach verschwinden die leeren Beete und die Gärten füllen sich. Und mit jedem Beet das neu dazukommt dauert das giessen ein bisschen länger…

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